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09.11.2016, 00:01 Uhr

Der 9. November ist einer der prägenden Tage für die deutsche Geschichte

Maueröffnung am 9. November 1989

Zum Jahrestag der Reichspogromnacht und der Maueröffnung erklärt der
Generalsekretär der CDU Deutschlands, Dr. Peter Tauber:
 
Der 9. November ist einer der prägenden Tage für die deutsche Geschichte, an den wir uns mit ganz widersprüchlichen Gefühlen erinnern: in Trauer, Scham und Erschütterung auf der einen Seite und in großer Freude, Hoffnung und Begeisterung auf der anderen Seite.


Dr. Peter Tauber “Foto: Tobias Koch”
Die Reichspogromnacht am 9. November 1938 gab einen entsetzlichen Eindruck davon, wie eine ganze gesellschaftliche Gruppe systematisch zunächst vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen, dann verfolgt und schließlich vernichtet wurde. Es ist ein Tag, der für das Grauen und die Düsternis eines Regimes steht, in dem Menschlichkeit und Menschenwürde nichts mehr zählten.

Die Öffnung der Berliner Mauer am 9. November 1989 steht demgegenüber für das genaue Gegenteil: Sie brachte jahrzehntelang getrennte Familien und Freunde wieder zusammen und machte den Weg frei hin zur Wiedervereinigung unseres Vaterlandes in Freiheit. Es ist ein Tag, der durch die Proteste mutiger und besonnener Bürgerinnen und Bürger der ehemaligen DDR erkämpft wurde und der das Ende von Unterdrückung und Willkür markierte.

Der 9. November ist somit gleichermaßen ein Tag der Erinnerung an gewaltsame Ausgrenzung wie ein Tag der Erinnerung an gewaltfreies Niederreißen von Grenzen. Daraus erwächst die Verantwortung für uns heute, uns immer wieder für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte einzusetzen und allen menschenverachtenden, antisemitischen und rassistischen Entwicklungen entgegen zu treten. Extremismus und Radikalismus dürfen nie wieder die Oberhand in der deutschen Politik und Gesellschaft gewinnen. Alle demokratischen Kräfte sind aufgerufen, das zu verhindern. Wir alle sind dazu aufgefordert.